2019

Team von „Krank und Klein“ legte fast 200 000 Kilometer zurück - rund 44 000 Pflegestunden geleistet - erfolgreiche Bilanz für 2018

Sulingen/Minden - Fast fünf Mal um die Erde: Diese beeindruckende Strecke legte das Team des ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes „Krank und klein - bleib daheim“ (Sulingen, Kreis Diepholz) im vorigen Jahr auf den Fahrten zu den schwer erkrankten Kindern insgesamt zurück: Rund 180 000 Kilometer waren die 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Hausbesuchen unterwegs, weitere 15 000 Kilometer fuhren sie im Rahmen der „Speziellen ambulanten Palliativpflege für Kinder und Jugendliche“ (SAPV - KJ) für die Schmerztherapie zu ihnen, teilte „Krank und Klein“ in seiner Bilanz für das Jahr 2018 in Sulingen (Kreis Diepholz) mit. Dabei waren die Pflegekräfte vor allem im Kreis Diepholz, in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen im Einsatz. Das Team leistete insgesamt rund 44 000 Pflegestunden und versorgte 50 Kinder und Jugendliche. Zwölf von ihnen sind im vorigen Jahr gestorben. „Niedersachsen ist ja ein Flächenland und daher sind die Entfernungen zu den Familien oft sehr weit“, erläutert Geschäftsführerin Heike Witte. „Wir versuchen für die Versorgung der Kinder möglichst jeweils Mitarbeiterinnen einzusetzen, die in der Nähe der Familien wohnen. Doch das ist nicht immer möglich“. Daher habe das Team auf den Wegen zu den kranken Kindern oftmals lange Fahrten zurücklegen müssen und dabei mehr als 3 000 Stunden im Auto verbracht. Und das manchmal bei großer Hitze, Sturm, Regen oder Eis auf den Straßen. Heike Witte: „Für diesen Einsatz und die große Flexibilität möchte ich mich ganz herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen bedanken.“

Ein wachsender Bereich bei „Krank und Klein“ sei inzwischen die Versorgung von unheilbar erkrankten Kindern und Jugendlichen im Rahmen der „Speziellen ambulanten pädiatrischen Palliativpflege“, bei der es vor allem um die Linderung der Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität gehe, erläutert Heike Witte. Im Auftrag des „Netzwerkes zur Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher in Niedersachsen“ (Hannover) fuhren die Mitarbeiterinnen gemeinsam mit einem speziell geschulten Arzt und einer psychosozialen Begleitung zu 23 Kindern und Jugendlichen, um sie zu versorgen und zu pflegen. Dabei absolvierte das Team 350 Hausbesuche. Zwölf dieser Patienten sind gestorben. „Der Bedarf im Bereich der Palliativpflege Zuhause ist groß“, berichtet die Geschäftsführerin. „Daher bauen wir unser Team weiter aus und setzen in diesem Jahr eine weitere Palliativfachkräfte für die häusliche Kinderkrankenpflege ein“.

Bei seinen Einsätzen kann „Krank und Klein“ auf ein hochqualifiziertes Team zurückgreifen: 48 Mitarbeiterinnen sind für die Heimbeatmung qualifiziert, 19 Pflegende haben eine Weiterbildung in der Pädiatrischen Palliativ Care (Begleitung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und besondere Symptombehandlung), zehn Mitarbeiterinnen sind als Pflegeberaterinnen (nach § 45 SGB XI) qualifiziert - und drei als Praxisanleiterinnen. „Unsere Mitarbeiterinnen haben sich auch im vorigen Jahr wieder in vielen Fortbildungen weiterqualifiziert“, beschreibt Heike Witte das Ergebnis. „Das kostet sehr viel Zeit und Geld. Doch die Qualität unseres Teams hat für uns eine sehr hohe Priorität“. Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die rund 90 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause.

Bildunterschrift: Die Mitarbeiterinnen von „Krank und Klein“ müssen oft weite Wege im Auto zurücklegen, um die kranken Kinder zu Hause zu versorgen.

Foto: Meike Müller/Krank und klein

Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

 

Jeder Tag ist ein Geschenk für Lia
 
„Tag der seltenen Erkrankungen“ am 28. Februar
Kleinkind leidet an sehr seltener Erkrankung des Knochenstoffwechsels
 
Minden/Sulingen - „Zwei Tage gaben ihr die Ärzte“. So beschreibt Elena S. den Start ihrer Tochter Lia ins Leben. Die Diagnose war heftig: „Hypophosphatasie“, eine angeborene Erkrankung des Knochenstoffwechsels. Eine sehr seltene Krankheit mit 300 verschiedenen Formen. Sie kann von der Geburt bis ins fortgeschrittene Alter auf-treten. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein: schwere Skelett- und Organschädigungen oder nicht überlebensfähige Frühgeburten. Weder Mediziner noch Forscher können sagen, wieviel Zeit dem kleinen Mädchen bleibt. Inzwischen ist Lia 18 Monate alt. „Ein Wunder“ - staunt ihre Mutter immer wieder.
 
Mit zahlreichen Aktionen wird jeweils am letzten Tag im Februar in Deutschland und vielen Ländern der Welt auf die Probleme seltener Erkrankungen hingewiesen. Der „Rare Disease Day“ soll auf die „Waisen der Medizin“ aufmerksam machen, für die es häufig keine speziellen Medikamente gibt.
 
Bei der Geburt in der Mindener Kinderklinik (sie wiegt
2 400 Gramm) sind Lias Rippen so hauchdünn und der Brustkorb so instabil, dass er die Lunge nicht halten kann. Die Gelenke an den Armen sind nicht mit den Knochen verbunden, entdecken die Ärzte auf den Röntgenbildern. Die kleinen Hände sind so stark eingerollt, dass sich die Finger kaum öffnen lassen. Über einen Tubus erhält sie Sauerstoff zum Atmen. Ein halbes Jahr verbringt die Mutter mit ihrer Tochter auf der Intensivstation. Ein Leben zwischen Hoffen und Bangen. Nach Absprache mit der Würzburger Klinik entscheiden die Ärzte, Lia Spritzen mit einem ganz neuen Präparat zum Aufbau der Knochen zu verordnen, das erst kurz vorher zugelassen worden ist. Die große Erleichterung: Es wirkt.
 
Nach der Entlassung aus der Klinik pflegen Mitarbeiter-innen des ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes „Krank und Klein - bleib daheim“ Lia 24 Stunden am
Tag im drei-Schicht-System und überwachen ihre Beatmung. Mit der Besserung ihres Gesundheitszustandes werden auch die Einsätze des Teams nach und nach reduziert: „Unsere Mitarbeiterinnen fahren jetzt nur noch drei Mal in der Woche zu einer Tagesschicht und zu einer Nachtschicht zu der Familie nach Hause in Minden, um Lia zu versorgen und ihr die lebenswichtigen Spritzen zu geben“, berichtet Heike Witte, Leiterin des ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes über den Fortschritt der kleinen Patientin. „Es ist schön zu sehen, wie die Medikamente wirken, die Knochen langsam wachsen und sich Lia entwickelt. Sie atmet inzwischen Tag und Nacht allein und hat nur noch eine Magensonde. Lia lacht häufig und es scheint ihr meistens gut zu gehen. Ein Sonnen-schein. Und zum 1. März werden wir unsere Pflege beenden. Dann übernimmt die Familie die Versorgung komplett.“
 
„Wir leben von Tag zu Tag“, beschreibt die Mutter ihre Haltung. „Wir haben jeden neuen Tag gefeiert, dann die überstandenen ersten zwei Wochen, dann nach zwei Monaten - und jetzt ist sie eineinhalb Jahre. Es gibt weltweit nur noch einen einzigen bekannten Fall, wo ein Kind ebenfalls an der schwersten Form dieser Krankheit leidet und es so weit geschafft hat wie Lia. Und das ist in Japan.“
 
Vor wenigen Wochen hat sie sogar eine Grippe über-standen - trotz ihrer Handicaps. Elena S.: „Wir sind Gott unendlich dankbar für dieses Geschenk. Man sagt, dass der Glaube Berge versetzen kann. Jetzt weiß ich, dass es funktioniert“.
 
Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die rund 90 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zu Hause.
 
Foto: Krank und klein - bleib daheim/Meike Müller

2018

Team von „Krank und Klein“ legte 150 000 Kilometer zurück -45 000 Pflegestunden geleistet - erfolgeiche Bilanz 2017

Sulingen/Minden - Das Team des ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes „Krank und klein - bleib daheim“ legte im vergangenen Jahr weite Strecken zu den Patienten zurück: 150 000 Kilometer fuhren die fast 100 Mitarbeiterinnen, um schwer erkrankte Kinder zu Hause zu versorgen. Dabei leisteten sie insgesamt 45.000 Pflegestunden. Das teilte „Krank und Klein“ in seiner Bilanz für das Jahr 2017 in Sulingen mit.

„Diese Entfernung entspricht fast der vierfachen Umrundung der Erde. Für ihr Engagement und den Einsatz bei Schnee, Eis, Regen und Hitze möchte ich meinen Mitarbeiterinnen ganz herzlich danken“, erklärte Geschäftsführerin Heike Witte. Dabei waren die Pflegekräfte vor allem im Kreis Diepholz, in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen im Einsatz. Das waren rund 5 000 Kilometer und 700 Pflegestunden mehr als im Vorjahr.

Das Team des ambulanten Dienstes versorgte im vorigen Jahr ingesamt 42 Kinder, fünf von ihnen mussten zu Hause beatmet werden. „Die Zeiten betrugen zwischen einer und 24 Stunden“, so Heike Witte. „Eine 24-Stunden-Versorgung ist jedesmal eine besondere Herausforderung. Denn man braucht dafür ein Team von acht Pflegekräften, die dann auch möglichst in der Nähe der Familie wohnen müssen, um die Fahrtzeiten gering zu halten. Und die Mitarbeiterinnen müssen zugleich oft auch spezielle Qualifikationen haben, sich mit den Eltern verstehen und von ihnen akzeptiert werden. Das ist manchmal nicht so einfach.“

Bei seinen Einsätzen kann „Krank und Klein“ auf ein hochqualifiziertes Team zurückgreifen: 48 Mitarbeiterinnen sind für die Heimbeatmung qualifiziert, 19 Pflegende haben eine Weiterbildung in der Pädiatrischen Palliativ Care (Begleitung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und besondere Symptombehandlung), zehn Mitarbeiterinnen sind als Pflegeberaterinnen (nach § 45 SGB XI) qualifiziert - und drei als Praxisanleiterinnen. „Insgesamt wurden unsere Mitarbeiterinnen im vorigen Jahr in 1450 Fortbildungsstunden weiterqualifiziert“, beschreibt Heike Witte das Ergebnis. „Das kostet sehr viel Zeit und Geld. Doch die Qualität unseres Teams hat für uns eine sehr hohe Priorität“.

Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die fast 100 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause.

Bildunterschrift: Die Mitarbeiterinnen von „Krank und Klein“ müssen oft weite Wege im Auto zurücklegen, um die Kinder zu Hause zu versorgen.

Foto: Meike Müller/Krank und klein

Nach Verhandlungen zwischen Kinderkrankenpflegedienst "krank und Klein" und TK - Schiedsperson fällte Urteil  

 

Sulingen/Minden - Nach langwierigen Vergütungsverhandlungen zwischen dem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst "krank und klein - bleib daheim" (Sulingen) und der Techniker Krankenkasse hat jetzt eine Schiedsperson ihr Urteil gesprochen. Danach soll der Kinderkrankenpflegedienst für dieses Jahr eine moderate Steigerungder Pflegesätze um 2,8 Prozent erhalten. Die Regelung gilt bis Ende des Jahres. Für die beiden vergangenen Jahre ist eine ähnliche Erhöhung vereinbart. Die Vergütung der Kilometer zu den Einsätzen der erkrankten Kinder wird wie bisher beibehalten.

Auch in Gesprächen mit der AOK Niedersachsen habe man eine Einigung erzielt, teilte Geschäftsführerin Heike Witte mit. "Wir können mit diesem Kompromiss leben. Allerdings sind wir skeptisch, ob wir damit die von den Krankenkassen geforderten Weiterbildungen des Teams finanzieren können, um weiterhin die hohe Qualität unserer Arbeit aufrecht zu erhalten." Zugleich sei es schwierig, angesichts der Konkurrenz in der Pflege Mitarbeiterinnen in der ambulanten Arbeit zu halten oder neue zu gewinnen.

Bei seinen Einsätzen in den Familien kann „Krank und Klein“ auf ein hochqualifiziertes Team zurückgreifen: 48 Mitarbeiterinnen sind für dieHeimbeatmung qualifiziert, 19 Pflegende haben eine Weiterbildung in der Pädiatrischen Palliativ Care (Begleitung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und besondere Symptombehandlung), zehn Mitarbeiterinnen sind als Pflegeberaterinnen (nach § 45 SGB XI) qualifiziert - und drei als Praxisanleiterinnen. „Insgesamt wurden unsere Mitarbeiterinnen im vorigen Jahr in 1450 Fortbildungsstunden weiterqualifiziert“, beschreibt Heike Witte das Ergebnis. „Das kostet sehr viel Zeit und Geld. Doch die Qualität unseres Teams hat für uns eine sehr hohe Priorität“.

"Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die fast 100 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause.

Bildunterschrift: Die Pflege zu Hause durch ambulante Kinderkrankenschwestern erspart vielen schwerkranken Kindern die Aufnahme im Krankenhaus.

Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

 

 

Keine Hilfe für schwerkrankes Kind in Sicht Mutter fühlt sich allein gelassen - Pflegedienste haben zu wenig Personal zur Verfügung

 

Bremen/Sulingen - Jennifer D. fühlt sich ohnmächtig. "Kein Kinderkrankenpflegedienst hat ausreichend Personal, um Caitlin (12) zu versorgen", beschreibt sie ihre verzweifelte Lage. Auch eine stationäre Einrichtung für schwerkranke Kinder habe sie nicht gefunden. "Wir haben es in Bremen, in der gesamten Region bis Hamburg und Hannover versucht - nichts zu machen." Sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Dazu muss die Mutter auch noch ihre Zwillinge Luca und Luis (14 Monate) versorgen, von denen einer ebenfalls schwer erkrankt ist. "Wir sind nervlich an der Grenze", sagt Jennifer D.

Dabei hat die Mutter aus Bremen Vaar-Nord Hilfe dringend nötig. "Es gibt einfach nicht genügend Kinderkrankenschwestern, um die verordneten Stunden zu übernehmen", beschreibt Heike Witte, Geschäftsführerin des ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes "Krank und Klein - bleib daheim" aus Sulingen (Kreis Diepholz) die schwierige Lage. "Auch wir können daher nur einen Teil der Einsätze übernehmen, uns fehlen einfach die Fachkräfte. Wir suchen daher händeringend Gesundheits- und Krankenschwestern in der Region, die wir in der Familie einsetzen können." Zwölf Nachtdienste könne das Team von "Krank und Klein" im Monat abdecken, dazu wöchentlich jeweils einige Stunden. Heike Witte: "Mehr geht nicht".  

Caitlin hatte einen sehr schweren Start ins Leben: Bei den Untersuchungen vor der Geburt hatte man nicht festgestellt, dass sie an einer massiven Schädelnahts-Verknöcherung litt, die bereits im Mutterleib eingesetzt hatte. Die Folge: Ihre Nase verknöcherte, sie konnte bei der Geburt nicht atmen. Sie erlitt einen Sauerstoffmangel mit massiven Hirnschäden, eine bösartige Form der Epilepsie (Lennox Gasteau Syndrom) sowie weitere körperlichen Behinderungen. Seit ihrer Geburt ist Caitlin Schwerst-Mehrfach-Behindert, sie sitzt im Rollstuhl und ist und den ganzen Tag auf fremde Hilfe angewiesen. Die Nahrung erhält sie über eine Magensonde. Sie ist in Pflegegrad 5 eingestuft.

In der Förderschule, in die Caitlin täglich gebracht werde, sei es ganz schwierig, sagt die Mutter: "Unsere Tochter braucht Assistenz. Und dort gibt es für vier Kinder nur eine Krankenschwester. Das reicht einfach nicht. Ich fürchte, dass Caitlin irgendwann falsch behandelt wird, weil eine Person nicht gleichzeitig vier schwerkranke Kinder versorgen kann". Ihre Stimmung sei bei dieser Notlange am Boden. "Es geht Richtung hoffnungslos.Denn wir haben keine Schwiegereltern oder Großeltrern in der Nähe, die uns unterstützten können."

Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die mehr als 90 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause.

Bildunterschrift: Jennifer D. und ihre Familie brauchen dringend Unterstützung - doch es gibt nicht genügend ambulante Kinderkrankenschwestern. Tagsüber ist sie mit Luis (auf dem Arm der Mutter), der schwerkranken Caitlin (Mitte) und Zwillingsbruder Luca alleine. Vater Adao kann seine Frau erst nach der Arbeit unterstützen.

 

 

Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

Ausgezeichnetes Betriebliches Gesundheits-Management

Sulingen - Für die Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) hat die AOK den ambulanten Kinderkrankenpflegedienst „Krank und klein - bleib daheim“ (Sulingen) ausgezeichnet. Volker Wall (rechts) überreichte die Urkunde im Rahmen des Sommerfestes des ambulanten Dienstes an Geschäftsführerin Heike Witte und Projektmanager Gabriel Stolze.

Der Preis lohnt sich sowohl für den Betrieb als auch für die Mitarbeiter: Sie erhielten Geldpreise für ihr Engagement bei der Einführung des BGM. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sind auch ein bisschen stolz“, sagte Heike Witte bei der Überreichung. „Denn wir haben die geforderten Kriterien weit übertroffen und statt 12 sogar 18 Punkte erreicht“. Doch auf diesem Ergebnis wolle man sich nicht ausruhen:

Die Zusammenarbeit mit der AOK zur Implementierung des BGM werde zwei weitere Jahre fortgesetzt. Heike Witte: „Danach werden wir gut vorbereitet sein, so dass unser Team auch bei dem großen Stress gesund bleibt.“

„Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die fast 100 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause. Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

Bildunterschrift: Volker Wall (rechts) überreicht die Auszeichnung an Geschäftsführerin Heike Witte und Projektmanager Gabriel Stolze. (Foto: Meike Müller/ Krank und Klein)

 

Der Fachkräftemangel wird in der ambulanten und in der stationären Kinderkrankenpflege immer drängender: Das wurde bei einem Gespräch im Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz mit Sozialminsterin Dr. Carola Reimann deutlich.

„Wir können inzwischen Anfragen von Eltern nicht mehr bedienen – wir haben einfach nicht genügend Personal“, beschrieb Heike Witte die Lage. Sie sprach als Vorstandsmitglied der Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege Niedersachsen und als Geschäftsführerin des ambulanten Kinderkranken-pflegedienstes „Krank und klein – bleib daheim“ mit der Ministerin. Heike Witte: „Wir haben im Moment Anfragen zur Versorgung von fünf Kindern aus der Umgebung, teilweise bis zu 24 Stunden. Wir müssen leider allen absagen – uns fehlt das Personal.“ Es helfe nichts, den Eltern Zusagen zu geben, die man hinterher nicht einhalten könne.

Die Erkrankungen der Kinder seien heute viel komplexer als in früheren Jahren, erläuterte Heike Witte. „Früher sind die Kinder mit den schweren Erkrankungen, die wir heute oftmals ambulant versorgen, in die Klinik gekommen - jetzt sollen sie zu Hause ambulant gesund gepflegt werden. Bei Frühchen und behinderten Kindern unternehmen die Ärzte in den Krankenhäusern alles, damit sie überleben - und zu Hause sind die Eltern dann alleine auf sich gestellt“. Wenn kein Pflegedienst die Versorgung übernehmen könne, werde es schnell kritisch. Diese Lage werde sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn oft ziehen Kinderpflegekräfte eine Stelle in der Klinik vor, weil dort mehr bezahlt werden könne. Heike Wiktte: „Wir würden unsere Mitarbeiterinnen auch gerne nach Tarif bezahlen - das finanzieren die Krankenkassen aber nicht.“

Sie sei sehr erstaunt, wie lässig man seit Jahren mit dem Thema Fachkräftemangel in der Kinderkrankenpflege umgehe, wunderte sich Nicole Nordlohne, Mutter einer schwer erkrankten Tochter, die bei dem Gespräch im Kinderhospiz dabei war. „Wir erleben dieses Thema bei uns zu Hause seit 16 Jahren – und es wird immer schlimmer. Es gibt zwar eine Erleichterung durch einen Pflegedienst - aber das ist sehr wackelig. Denn wenn der Dienst ausfällt, müssen wir Eltern einspringen.“ Die Familie habe zu Hause inzwischen eine Mini-Krankenstation für ihre erkrankte Tochter mit diversen Maschinen und Apparaten, die man im Notfall auch alle richtig bedienen müsse.

Gaby Letzing, Leiterin des Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz, berichtete, dass zur Zeit 4 der 16 Pflegeplätze nicht belegt werden, da Fachpersonal fehle. 61 Familien stehen zur Zeit insgesamt auf der Warteliste für einen geplanten Aufenthalt.“ Die Gäste seien sehr pflegeintensiv, teilweise mit Vollbeatmung Gasby Letzing: „Uns fehlen real 15 Vollzeit- Stellen, wenn wir eine Vollbelegung realisieren wollten. Daher müssen betroffene Familien oftmals längere Wartezeiten für einen gewünschten Aufenthalt in Kauf nehmen oder auch Absagen verkraften. Unsere Sorge ist, dass sich dieses Problem in den kommenden Jahren weiter deutlich verschärfen wird", befürchtet sie. Seit zehn Jahren diskutiere man das Thema unter anderem am Runden Tisch in Hannover. „Es hat sich seitdem nichts zum Positiven verändert – im Gegenteil.“

Man müsse aufpassen nicht in eine Jammer-Situation zu kommen, die künftige Bewerber verschrecke, warnte Ministerin Reimann. Es sei wichtig, das Thema zu benennen und auch auf die positiven Seiten des Berufes hinzuweisen. In den vergangenen Jahren sei das Thema Pflege in der Politik immer in der zweiten und dritten Reihe der Prioritäten gewesen. „Jetzt ist allen klar, dass etwas passieren muss“. Die Ministerin regte an, einen „Tarifvertrag Soziales“ für Niedersachsen zu erarbeiten und für allgemeinverbindlich zu erklären. So könnte man eine höhere Bezahlung vor allem der ambulanten Pflegekräfte erreichen. Das sei allerdings nicht einfach, da es private, kirchliche und karitative Anbieter mit sehr unterschiedlichen Arbeitsverträgen gebe.

Kinderkrankenpflegedienst „Krank und Klein“ und „Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege“ bieten ortsnahe Schulungen an

Sulingen/Hannover - Immer mehr Kinder, die auf eine Beatmung angewiesen sind, leben zu Hause. „Vor allem kleine Kinder mit schweren gesundheitlichen Problemen, die früher Wochen oder Monate in der Klinik geblieben sind, werden heute bereits so früh wie möglich entlassen.“ Diesen Trend hat Heike Witte, Geschäftsführerin des ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes „Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz), registriert. So bräuchten 5 der 25 Kinder, die das Team von „Krank und Klein“ derzeit versorgt, eine außerklinische Beatmung.

Aus diesem Grund und weil es keine ortsnahe Weiterbildung gebe, habe man sich von Seiten der „Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege Niedersachsen e.V.“ entschlossen, eine Schulung für außerklinische Beamtung anzubieten, teilte Heike Witte mit. Dem Verbund gehören die fünf ambulanten Kinderkrankenpflegedienste in Niedersachsen an. Einer der größten ist „Krank und Klein“ aus Sulingen. Man habe in den vergangenen Jahren umfangreiche Erfahrungen in diesem speziellen Bereich der Pflege gesammelt. Dieses Wissen möchte man weitergeben, erläutert die Geschäftsführerin. „Die Technik der Heimbeatmung hat sich sehr stark weiterentwickelt, die Versorgungen der Kinder werden immer umfangreicher und spezieller. Darauf wollen wir mit der Schulung reagieren.“ Die Weiterbildung hat das Ziel, jährlich 10 - 15 Pflegekräfte zu qualifizieren. Heike Witte: „Wir erwarten dadurch, dass sich die Versorgungsstruktur für die beatmeten Kinder und Jugendlichen im Land nachhaltig verbessert. Diese Schulung ist in unserem Wissen in Niedersachsen bisher einzigartig.“

Das Land Niedersachsen hat die Bedeutung erkannt: Das Sozialministerium unterstützt das Modellvorhaben mit einer Anschubfinanzierung. Danach soll sich das Angebot aus den Teilnehmerbeiträgen finanzieren.

„Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die fast 100 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause.

 

Bildunterschrift: Schwer erkrankte Kinder werden inzwischen oft zu Hause beatmet. Foto: Krank und Klein - bleib daheim

Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

 

Große Chancen für Pflegefachkräfte zum Wiedereinstieg nach Elternzeit - Anfrage lohnt sich auch nach langer Pause

Sulingen/Minden - Eigentlich hatte sich Ursula Beckmann kaum Hoffnungen gemacht, nach 20 Jahren Familienzeit eine Chance auf einen Wiedereinstieg in ihren erlernten Beruf zu erhalten. Doch die Kinderkrankenschwester machte einen Versuch, rief beim „Ambulanten Kinderkrankenpflegedienst „Krank und Klein - bleib daheim“ (Sulingen) an - und hatte Erfolg. „Es war ein schönes Gefühl, wieder eine Stelle zu erhalten - obwohl ich lange aus dem Beruf raus war und gedacht hätte, ich wäre dafür zu alt.“

Diese Befürchtungen mancher Bewerberinnen kennt Heike Witte, Geschäftsführerin des Kinderkrankenpflegedienstes - und zerstreut sie gleich. „Wenn die neuen Kolleginnen engagiert und qualifiziert sind, ist es für uns nicht so wichtig, wenn sie eine längere Elternzeit hinter sich haben. Sie werden umfassend eingearbeitet, geschult und können sich weiter qualifizieren, damit sie zu den kranken Kindern fahren können, um sie zu pflegen.“ Angesichts der Schwierigkeiten Pflegefachkräfte zu finden, wende man sich gerne auch an Wiedereinsteigerinnen, berichtet die Geschäftsführerin. „Wenn man bedenkt, dass Pflegefachkräfte einschließlich Ausbildung im Schnitt nur zehn Jahre in ihrem erlernten Beruf arbeiten, finden wir es sehr wichtig, auch diese Personengruppe gezielt anzusprechen und für einen Wiedereinstieg in diesen abwechslungsreichen Beruf zu gewinnen.“

Nach ihrer Ausbildung hatte Ursula Beckmann zunächst auf einer Station für Frühgeborene in einer Klinik in der Nähe von Ludwigsburg gearbeitet, heiratete, bekam drei Kinder - und war 20 Jahre vorwiegend für ihre Familie da. Einige Jahre später zogen sie nach Norden in die Nähe von Bassum. „Als die Kinder aus dem Haus waren, wollte ich wieder arbeiten, eine sinnvolle Aufgabe haben und war offen für eine neue Herausforderung“, beschreibt sie ihre Motivation.

Nach ihrer Einarbeitung qualifizierte sie sich im Laufe der Jahre in mehreren Weiterbildungen: Sie absolvierte die Schulung zur „außerklinischen Beatmung“, zum „Pflegeberater nach § 45 SGB XI“, sie wurde „Pain Nurse“ - und absolvierte auch die 160 Stunden-Fortbildung in - der spezialisierten Palliativ-Care-Pflege für Kinder. Als Mitarbeiterin von Krank und Klein – bleib daheim gehört sie zum SAPV – KJ Team Syke. Sie fährt im Auftrage des „Netzwerkes für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher in Niedersachsen“ zu den kranken Kindern nach Hause und begleitet sie und Familien in Sterbesituationen. Manchmal ist auch Kinderarzt Mario Scheer vom Kinderhospiz Löwenherz dabei, der dann ebenfalls im Auftrag des Netzwerks unterwegs ist. „Man bekommt bei der Arbeit so viel von Eltern und den erkrankten Kindern zurück“, berichtet Ursula Beckmann. „Es macht sehr zufrieden, wenn man ihnen helfen kann.“

Anja Lange (50) gerät geradezu ins Schwärmen, wenn sie von ihrer Chance zur zweiten Karriere in der ambulanten Kinderkrankenpflege berichtet. „Ich war fast vier Jahre krank - mit zwei fehlgeschlagenen Arbeitsversuchen zwischendrin“, beschreibt sie ihre Berufslaufbahn. „Ich wollte unbedingt arbeiten und konnte nicht. Ich war dauernd müde, hatte keine Kraft, mein Körper streikte, es ging nichts mehr. Irgendwann stellte sich daran heraus, dass ich an einer seltenen Stoffwechselstörung leide, für die es nicht mal einen Abrechnungsschlüssel bei den Krankenkassen gibt. Ein sehr guter Internist und ein toller Heilpraktiker konnten mir dann endlich helfen.“ Als sie sich erholt hatte, fragte sie bei „Krank und Klein“ nach einer Stelle - und hatte wieder Glück. „Ich habe mich getraut, gleich mit 30 Stunden pro Woche anzufangen mit der Option die Stundenzahl zu reduzieren, wenn ich es nicht schaffe. Dieser Arbeitgeber macht wirklich alles möglich, damit für beide Seiten die beste Lösung herauskommt“, schwärmt sie. „Und es ist ein Verhältnis auf Augenhöhe“. Und so begleitet sie in ihrem Dienst ein dreijähriges Mädchen, das immer wieder an schweren Krampfanfällen leidet, in den Kindergarten und ist vorbereitet, falls die Atmung aussetzt. In Bremen pflegt und begleitet sie ein schwerkrankes Kind zu Hause.

Bei ihrer Arbeit in der ambulanten Kinderkrankenpflege ist Anja Lange total glücklich, in die Klinik möchte sie nie mehr zurück. „Man dort das Gefühl, nur ein kleines Rädchen zu sein, rennt sich die Hacken ab und hat keine Zeit für die Pflege. Dabei habe ich genau deshalb den Beruf gewählt - um Kinder gut zu pflegen. Die Hierarchie in der Klinik ist immer noch sehr groß - die Wertschätzung klein“. Natürlich wisse sie, dass die Mitarbeiter in den Kliniken ein höheres Gehalt bekommen. „Doch Geld ist nicht alles. Was hilft es mir, wenn ich krank werde und die Wertschätzung fehlt?“.

Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die fast 90 Mitarbeiter versorgen im Kreis Diepholz und in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause. Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

Bildunterschrift: Ursula Beckman machte kehrte nach 20 Jahren Familienzeitwieder in ihren erlernten Beruf zurück

Foto: Krank und Klein/Meike Müller

Anja Lange ist glücklich, in der ambulanten Kinderkrankenpflege wieder mehrZeit für die Pflege zu haben.

Foto: Krank und Klein/Privat

 

Bundesweiter Tag der Pflegeberater - Kongress in Bremen

Bremen/Sulingen/Minden - Das Recht auf kostenlose Pflegeberatung ist oftmals unbekannt. Viele Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen wüssten nicht, dass sie einen rechtlichen Anspruch darauf haben. Darauf weist der ambulante Kinderkrankenpflegedienst „Krank und klein - bleib daheim“ angesichts des bundesweiten Aktionstages „Tag der Pflegeberatung“ am 8. November hin. Der Dienst bietet diesen kostenlosen Service Eltern mit pflegedürftigen Kindern in Bremen, der Region Sulingen, Verden, Nienburg sowie in Minden und Bad Oeynhausen an.

Einen Tag zuvor wird am 7. November in der Hansestadt ein Fachkongress veranstaltet, auf dem Referenten über ein weitgefächertes Themenspektrum sprechen. So berichet Petra Harries von „Krank und Klein“ beispielsweise in einem Vortrag über die „Herausforderungen und Glücksmomente bei der Pflegeberatung für Familien mit pflegebedürftigen Kindern“. Pflegebedürftige, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bei den kostenlosen Veranstaltungen zu informieren (Munte Hotel am Stadtwald). Der Gesetzgeber habe mit den jüngsten Reformen die Pflegeberatung gestärkt. „Jeder versicherte Bürger hat einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose Beratung zu allen pflegerelevanten Themen und Leistungen der Pflegeversicherung.

Das betrifft sowohl Erwachsene als auch Kinder“, erklärt Heike Witte, Geschäftsführerin von „Krank und Klein“. Die Beratung könne als individuelle häusliche Schulung, Pflegekurs oder Überleitungspflege in Anspruch genommen werden, damit pflegende Angehörige bei der Versorgung und Pflege von schwerkranken Kindern oder Erwachsenen zu Hause mehr Kompetenz erwerben. „Krank und Klein“ bietet Eltern mit pflegedürftigen Kindern einmal in der Woche einen ersten „Check“ an: Sie können sich jeweils dienstags von 10.00 - 11.00 Uhr im Büro in Sulingen kostenlos über Leistungen der Pflegeversicherung informieren.

Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die mehr als 90 Mitarbeiter versorgen in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zuhause.

Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

 

„Krank und Klein“- Geschäftsführung kritisiert Verhalten und Vorgaben der Krankenkassen - Bundestagung der Häuslichen Kinderkrankenpflege

Sulingen/Berlin - Mit ihrer Kritik am Verhalten einiger Krankenkassen hielt sich Heike Witte, Geschäftsführerin des ambulanten Kinderkrankenpflegedienstes „Krank und Klein - bleib daheim“ (Sulingen, Kreis Diepholz) nicht lange zurück: „Für mich ist das gemeinsame Ziel, die Versorgung der erkrankten Kinder sicherzustellen, bei manchen Krankenkassen nicht mehr spürbar“, sagte sie auf einer Podiumsdiskussion des Bundesverbandes Häusliche Kinderkrankenpflege (BHK).

„Ich stoße immer wieder an Grenzen, wenn Verordnungen der Ärzte verschütt gehen und auch nach zehn Tagen noch keinerlei Reaktion erfolgt. Niemand kümmert sich darum wie es weitergeht, damit ein schwer krankes Kind die nötige Pflege erhalten kann“, berichtete sie von ihren Erfahrungen vor den Delegierten der Bundestagung zum 20jährigen Bestehen des Verbandes BHK in Berlin. „Und bei der Verhandlung über Pflegesätze verlangen die Kassen von den Pflegediensten die umfangreiche Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter - doch finanzieren wollen sie diese Kosten nicht. Wie soll das gehen?“, fragte sie die anwesenden Verantwortlichen.

Christiane Lehmacher-Dubberke, Referentin der Abteilung Pflege des AOKBundesverbandes, betonte, dass bundesweit in den 110 Krankenkassen Tausende Sachbearbeiter damit beschäftigt seien, die Einzelfallvereinbarungen zu prüfen. Sie plädierte dafür, „größer zu denken“ und strukturelle Veränderungen zu überlegen. Wenn ein Dienst Tariflöhne zahle, sei Transparenz wichtig, dass diese Löhne auch dort ankommen, wofür die Kassen sie zahlten, sagte Gerd Kukla, Referatsleiter beim Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Zudem müsse man immer beurteilen, welcher Aufwand für eine bestimmte Leistung entstehe.

Ein zentrales Thema war auch die künftige Ausbildung in der Kinderkrankenpflege, die erst im Juni dieses Jahres vom Bundestag beschlossen worden war. Denn ab Januar 2020 werden Pflegeschüler der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einer dreijährigen generalisierten Ausbildung auf ihren künftigen Beruf vorbereitet. Erst im dritten Ausbildungsjahr haben sie dann sie Möglichkeit, sich beispielsweise für den Bereich der Kinderkrankenpflege zu spezialisieren.

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, begrüßte die Änderungen in der Pflegeausbildung. Er betonte, dass durch die generalisierte Ausbildung mehr Pflegefachkräfte in allen Bereichen eingesetzt werden können. Zusätzlich könne die Pflege durch die Akademisierung ihre Kompetenzen im Bereich der Heilberufe erweitern. Das komme allen zugute. Die Änderungen sah Heike Witte äußerst kritisch: „Diese Ausbildung reicht für die ambulante Kinderkrankenpflege nicht aus“, betonte sie. „In der häuslichen Umgebung sind die Mitarbeiter bei der Arbeit auf sich allein gestellt. Sie müssen dann nicht nur fachlich gut geschult sein, sondern sich auch mit ethischen Problemen auseinandersetzen, oft sind die Familien auch traumatisiert. Dazu reicht die künftige Ausbildung mit der Spezialisierung im letzten Jahr sicher nicht aus.“

Erwin Rüddel (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit im Deutschen Bundestag, sah die erst vor fünf Monaten beschlossene generalisierte Pflege-Ausbildung nicht als Weisheit letzten Schluss: Es sei nicht mehr Generalisierung, sondern mehr Spezialisierung nötig, betonte er. Das könne man in verschiedenen Bereichen beobachten. Mehr Verantwortung mache den Beruf attraktiver. „In drei oder vier Jahren werden wir wieder zur alten Regelung, zur spezialisierten Berufsausbildung, zurückkehren. Selbst wenn es noch etwas länger dauern sollte: Sie werden das in Ihrem Berufsleben sicher alle noch erleben“, versicherte der Bundestagsabgeordnete. Klar sei auf jeden Fall, dass bundesweite Mindeststandards in der Pflege nicht unterschritten werden dürften. „Da bin ich mir mit Jens Spahn einig“.

"Krank und Klein - bleib daheim“ aus Sulingen (Kreis Diepholz) ist der erste Kinderkrankenpflegedienst in Niedersachsen und einer der größten des Landes. Die mehr als 90 Mitarbeiter versorgen in der Region zwischen Bremen, Verden, Nienburg, Herford, Minden und Bad Oeynhausen erkrankte Kinder und Jugendliche zu Hause. Weitere Informationen im Internet: www.krank-und-klein.de

Bildunterschrift: Kontroverse Diskussion: Gerd Kukla (Referatsleiter der

gesetzlichen Krankenkassen), Heike Witte (Geschäftsführerin „Krank und Klein -

bleib daheim“), Erwin Rüddel (MdB, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des

Bundestages), Christiane Lehmacher-Dubberke (Referentin Pflege des AOKBundesverbandes), von links nach rechts.

Foto: Krank und klein - bleib daheim

 

2017

Ambulanter Kinderkrankenpflegedienst „Krank und Klein - bleib daheim“ entwickelt betriebliches Gesundheitsmanagement

Kinderkrankenpflegerinnen erzählen von ihrer Arbeit

Ambulanter Kinderkrankenpflegedienst aus Sulingen entwickelt betriebliches Gesundheitsmangement

Höfener Halloweenfrauen sammelten für ambulante Kinderkrankenpflege Krank und Klein

Spende von insgesamt 1 170 € übergeben

2016

Ambulanter Kinderkrankenpflegedienst „Krank und Kein - bleib daheim“ bietet kostenlose Beratungsstunden an.

Inhalieren mit einer Medikamenten- oder Kochsalzlösung lindert Gerrits Atemnot.

Ambulanter Kinderkrankenpflegedienst „Krank und Kein - bleib daheim“ bietet kostenlose Beratungsstunden an

Ambulanter Kinderkrankenpflegedienst „Krank und Klein - bleib daheim“ bietet Erwachsenen-Pflegediensten Schulungen an.

Tiere übertragen Borreliose - Nach Aufenthalt im Wald Körper absuchen

Kleinkinder werden vom Wasser magisch angezogen - tragische Unfälle im Sommer - Kinderkrankenpflegedienst warnt

Spende für Kinderkrankenpflegedienst „Krank und Klein - bleib daheim“

„Nachteulen gesucht“: Ungewöhnliche Aktion für ambulante Nacht-Kinderkrankenschwestern

Schwer kranker Junge darf von Intensivstation nach Hause

Pflegeberatung zeigte Wege und Hilfsmöglichkeiten auf

Sulingen/Bremen - Der Weg von Gabriel (15) scheint vorgezeichnet: Nach seiner Entlassung von der Intensivstation der Prof. Hess Kinderklinik in Bremen soll der schwer kranke Junge in ein geeignetes Heim gebracht werden. Die Ärzte, die Schule und das Sozialpädagogische Zentrum (SBZ) wissen keine andere Lösung. Denn Gabriel leidet an Muskeldystrophie, seine Kräfte schwinden von Tag zu Tag. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen und muss zusätzlich beatmet werden. Wegen einer akuten lebensbedrohlichen Lungenentzündung war er auf die Intensivstation gebracht worden.

Schule, Klinik und Sozialpädagogisches Zentrum sind sich einig, dass seine Mutter die Versorgung von Gabriel zu Hause nicht schaffen wird. Eine Pflegeberatung bringt die Wende: Oberärztin Dr. Carola Titgemeyer von der Prof Hess Kinderklinik startet einen letzten Versuch und bittet den ambulanten Kinderkrankenpflegedienst "Krank und Klein - bleib daheim", die Familie zu besuchen und sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Denn bis dahin hatten alle Beteiligten lediglich nach Aktenlage entschieden - niemand kannte die konkrete Situation persönlich.

Pflegeberaterin Petra Harries von "Krank und klein - bleib daheim" führt zu der Familie und bespricht mit Mutter Kamilla Kutz, wie die Versorgung von Gabriel gelingen könnte. Wenn man die konkrete Situation zu Hause persönlich sieht und erlebt, kann man ganz konkret ansetzen und sich überlegen, was erforderlich ist", erläutert Petra Harries. "Denn ganz gleich was das Problem ist: Man erkennt die Grundproblematik und kann die nötigen Hilfsangebote vorschlagen."

In einer Helferkonferenz besprechen Ärzte, ambulanter Kinderkrankenpflegedienst, Mitarbeiter der Schule, Hilfsmittellieferanten und andere Kooperationspartner die Ausganglage und den Weg der Versorgung. Die Mühe hat sich gelohnt - so das Ergebnis bei einer Beratung genau ein Jahr danach. ""Wir sind alle sehr froh, dass wir diese gemeinsame Lösung im Sinne der Familie gefunden haben", sagt Pflegeberaterin Petra Harries. "Gabriel ist glücklich, dass er zuhause ist. Und seiner Mutter hätte es das Herz zerrissen, wenn er gegen ihren Willen in einem Heim untergebracht worden wäre."

"Die Pflegeberatung hat es möglich gemacht, dass Gabriel nach seiner lebensbedrohlichen Erkrankung und dem langen Klinikaufenthalt wieder nach Hause kommen konnte", beschreibt Kamilla Kurz die Situation. Das wäre sonst nicht möglich gewesen. Die Beratung habe aber noch viele weitere wichtige Ergebnisse erzielt: "Sie hat mir Sicherheit und Unterstützung bei der häuslichen Versorgung gebracht, Tipps bei der Hilfsmittelversorgung gegeben und mich auch bei der Kommunikation mit den Ärzten, Kliniken und der Schule unterstützt." Mit Hilfe einer Pflegefachkraft kann Gabriel jetzt auch wieder die Schule besuchen. Denn falls seine Atmung wieder einmal spontan verschlechtert oder die Kanäle in der Luftröhre verrutscht und Atemnot auftritt, muss eine speziell ausgebildete Kinderkrankschwester schnell reagieren.

Eltern, die eine Pflegeberatung wünschen, können einfach und unverbindlich im Büro des Kinderkrankenpflegedienstes anrufen, rät Geschäftsführerin Heike Witte von "Krank und klein - bleib daheim." "Wir helfen dann gerne weiter. Das Ziel der Beratung ist es, die pflegenden Angehörigen zu stärken, damit die kranken Kinder oder Jugendlichen zuhause bleiben können und dort versorgt zu werden. Wir fragen, was der Familie hilft, um die Pflege zu erleichtern." Die Pflegeberatungen nach § 45 SGB XI sind Leistungen der gesetzlichen Pflegekassen und für pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende kostenlos. Vorraussetzung ist die Beantragung oder das Bestehen einer Pflegeeinstufung.

Weitere Informationen unter Tel. 04271/ 9567680

Syrische Kinderkrankenschwester Nadia Zibo arbeitet im Team mit

2015

Weihnachtsgeschenk für das Kinderpalliativteam. ProWin Team Ohm überreichte großen Spendenscheck

2014

Erster ambulanter Kinderkrankenpflegedienst Niedersachsens feierte Jubiläum

Hier für Euch ein Mitschnitt des Interviews, dass der Sender Radio Westfalica mit Heike Witte anlässlich unseres Firmenjubiläums im September letzten Jahres geführt hatte. Übrigens ein Tag, der bis zum Rand gefüllt ist mit schönen Momenten und bleibenden Erinnerungen.
In dieser Stelle ein dickes Dankeschön an das Team von Radio Westfalica, die sich immer wieder unserer Themen annehmen, uns ihr Ohr schenken, das Mikrophon reichen und uns letztendlich diesen Mitschnitt zur Verfügung gestellt haben.
Also, Lautsprecher aufdrehen und reinhören.

Moderator: Markus Bußmann